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Süße Stille

«Unruhig wurde das Herz der Menschen, auch der unwissenden und einfachsten, besonders aber der Jugendlichen, und niemandem genügte das einförmige Leben, das er bisher durch die Jahre schleppte. Jeder wünschte sich mehr, forderte Besseres oder bangte vor Schlimmerem.

Die älteren Leute trauerten noch jener ‹süßen Stille› nach, die in der Türkenzeit als das Endziel und die vollendetste Form des öffentlichen und privaten Lebens gegolten … hatte.» (Die Brücke über die Drina (Na Drini ćuprija) von Ivo Andrić, 1945)